Das Federzimmer im Schloss Moritzburg ist weltweit einzigartig. Das Einzigartige an ihm sind Material und Herstellungstechnik: Zwei Millionen farbige Vogelfedern wurden zu prächtig gemusterten Dekorationen verwebt. Doch welche Federn wurden dafür verwendet? Und wie wurden die Federn damals gefärbt? Wie kam es überhaupt nach Moritzburg? Zum Europäischen Tag der Restaurierung wird das Federzimmer und dessen Restaurierung genauer unter die Lupe genommen.
"Farben der Vergangenheit" - Vorträge zum Federzimmer
11:00 - 11:20: "Beim Stierkampf gewonnen?" - Geschichte des Federzimmers (Margitta Hensel, Kuratorin Schloss Moritzburg)
11:20 - 11:40: "Alles so schön bunt hier" - Bestimmung der Vogelfedern (Dr. Martin Päckert, Senckenberg. Naturmuseum Dresden)
12:00 - 12:20: "True colors? - Den Farben des Moritzburger Federzimmers auf der Spur" (Dr. Annemarie Kramell/Anton Apelt, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Chemie)
12:20 - 12:40: "Wie digitalisiert man Federn?" (Carlo Böttger, Fotograf)
Die Restauratorinnen Birgit Seeländer und Cornelia Hofmann (Textilrestauratorinnen, ehemals Stadtmuseum Dresden) informieren am Infostand im Federzimmer ganztägig über das Federzimmer und dessen Restaurierung.
Schaufärben von Federn – Demonstration des Färbevorgangs
10:00 - 10:30 und 13:30 - 14:00
Martin Päckert, Senckenberg, Naturmuseum Dresden
Anton Apelt, Annemarie Kramell, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Chemie
Im Zuge des Schaufärbens werden verschiedene Arbeitsschritte des Färbeprozesses gezeigt und erläutert – von der Vorbereitung der Ausgangsmaterialien bis zur gefärbten, farbenfrohen Feder. Zum Einsatz kommen verschiedene Färbepflanzen und Beizen, welche die Erzeugung von unterschiedlichen Rot-, Blau- und Gelbtönen ermöglichen.
Basteln mit Federn – Mitmachprogramm für Familien
10:00-11:00 und 13:00 – 16:30
Jolanda Inserra, Kulturpädagogin Schloss Moritzburg
Goldgeprägte Ledertapeten und kunstvoll verarbeitete Federn erzählen im Schloss Moritzburg von außergewöhnlichem historischen Handwerk.
An unserer Mitmachstation treffen diese beiden Materialien aufeinander: Prägt euer eigenes Moritzburger Motiv in Leder und gestaltet daraus mit einer Feder einen kleinen Anhänger. So entsteht ein persönliches Erinnerungsstück, dass Ledertapete und Federzimmer miteinander verbindet.