Wiedereröffnung des historischen Porzellanquartiers

Ein Jäger mit seinem HundBildansicht vergrößern

Seit Mai hat das Historische Porzellanquartier auf Schloss Moritzburg wieder seine Türen für die Besucher geöffnet. Nach fast vierjähriger Bau- und Restaurierungsphase präsentieren sich nicht nur die vier Ausstellungsräume in neuem Glanze. Ziel der Maßnahmen war die originalgetreue Restaurierung der baulichen Inneneinrichtung im Sinne des Prinzen Ernst Heinrichs von Sachsen wie 1926 – dem Jahr der erstmaligen Eröffnung. Im Kontrast zur aufwendigen Wiederherstellung der seidenen Wandbespannungen, Vorhänge, historischen Möbel, Kronleuchter und Schauvitrinen stellen die präsentierten Porzellane selbst einen konzeptionellen Neuanfang dar. Entsprechend dieses neuen Ansatzes werden vorrangig Meissener Porzellane mit jagdlichen Motiven sowie Tierfiguren gezeigt, also Stücke, die der einstmaligen Bestimmung Moritzburgs als Jagdschloss entsprechen.

Eine Wisentjagd mit HundenBildansicht vergrößern

Mehrere der gezeigten Tierfiguren waren ursprünglich für die Vision Augusts des Starken vom „größten Porzellanschloss der Welt“ - dem heutigen Japanischen Palais - bestimmt. Einige der Motive fanden die Modelleure der Meißener Porzellanmanufaktur direkt vor Ort in den Menagerien und Vogel-Volieren rund um das Moritzburger Schloss. Zu den herausragenden Stücken zählt ein über ein Meter langer und sechzig Zentimeter großer Wisent im Kampf mit einem Wildschwein. Prunkvolle Vasen, Tee- und Kaffeeservice mit Szenen aus der höfischen Jagd, weiterhin Jägerfiguren und die in Porzellan übertragene Legende vom Heiligen Hubertus bereichern Vitrinen und barockes höfisches Mobiliar.

Ein Service mit JagdmotivenBildansicht vergrößern

Fast ausnahmslos handelt es sich um Originale aus dem 18. Jahrhundert; geschaffen von namhaften Modelleuren wie Johann Joachim Kaendler (1706–1775) und Johann Gottlieb Kirchner (1706 – nach 1738).



ÖFFNUNGSZEITEN (geführte Rundgänge)

April bis Oktober
täglich 11:00 Uhr, 12:00 Uhr, 13:00 Uhr und 16:00 Uhr stündlich geführte Rundgänge

1.-10. Januar, Februar, März, November, Dezember
Samstag / Sonntag und an sächsischen Feiertagen
jeweils 11:00 und 14:00 Uhr geführte Rundgänge

11.-31. Januar geschlossen

Aus konservatorischen Gründen ist die Teilnehmerzahl bei öffentlichen Führungen auf 15 Personen begrenzt. Eine Voranmeldung ist möglich. Sonderzeiten für Gruppen auf Anfrage.

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