Moritzburg maritim

Der Leuchtturm am FasanenschlösschenBildansicht vergrößern

Die heute als Spielerei anmutenden maritimen Bauten am Großteich dienten im 18. Jahrhundert dem kurfürstlichen Hof und seinen Gästen als Kulisse beim Befahren des Großteiches mit Fregatte oder Gondeln. Der historische Hintergrund jedoch war die Schlacht bei den Dardanellen im Jahre 1770 zwischen der Flotte der russischen Kaiserin Katharina der Großen sowie der türkischen Flotte, die siegreich für die Russen endete. Dieser Sieg über den »Erzfeind« wurde allerorten in Europa gewürdigt. Nach Ende des Russisch-Türkischen Krieges weilte 1775 der russische Flottenkapitän, Graf Orloff, am sächsischen Hof. Ein Jahr später meldete die Kurfürstin Amalie Auguste die erste Fahrt mit der Fregatte auf dem Moritzburger Teich, wobei Marcolini ihr Admiral gewesen sei. Die zweimastige Fregatte, die Mole, sowie die so genannten Dardanellen zwischen Großteich und Kanal waren mit kleinen Kanonen bestückt, mit denen man feuerwerksartige Geschosse zwecks Demonstration der echten Seeschlacht abfeuern konnte.

Der Leuchtturm kann auch im Rahmen von Sonderführungen exklusiv besichtigt werden.